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Was ist Leadership?
Leadership als Herausforderung und Notwendigkeit -
ein neuer Ansatz des Institute for Leadership DevelopmentWenn in Deutschland der Begriff "Leadership" fällt, wirkt er zunächst als Provokation, als Herausforderung. Der Führerkult des Dritten Reiches wirkt nach. Die Skepsis gegenüber Leadership ist zumindest zum Teil berechtigt, der monströse historische Mißbrauch darf nicht einfach ignoriert werden. Trotzdem muß die Frage erlaubt sein, ob für eine Gesellschaft nicht Leadership eine Notwendigkeit ist, die sie braucht, um ihre Herausforderungen zu meistern.
Das Institute for Leadership Development (ILD) definiert Leadership als "moralische Ausübung von Macht" oder als "Fähigkeit zur Lösung kollektiver Probleme". Damit sind Leistung und Ethik die beiden entscheidenden und gleichberechtigten Dimensionen von "Leadership". Ein solcher Ansatz muß es jedoch mit zwei problematischen Tendenzen des Zeitgeistes aufnehmen: dem ethischen Relativismus und der Ablehnung von Leistungseliten. Das ILD versucht deshalb, Leadership im oben genannten Sinne durch die rationale Begründung intersubjektiv verbindlicher Normen und die Förderung von verantwortlichen Leistungseliten zu entwickeln. Unternehmensziel ist nicht die Profitmaximierung, sondern die maximale Mobilisierung von Leadership. Zu diesem Zweck arbeitet das ILD in den vier Bereichen Training, Beratung, Forschung und Projektmanagement.
Training
Im Trainingsbereich geht das ILD davon aus, daß "leadership skills" wie Führungskompetenz, Redegabe oder Überzeugungskraft durch empirisch und theoretisch begründete Techniken lehr- und lernbar sind. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Verhandlungsführung und Mediation, die einen Großteil der Zeit von Führungskräften in Anspruch nimmt und enorme Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg hat: das ILD arbeitet mit dem Harvard-Konzept des prinzipienorientierten Verhandelns und stellt so eine konkrete Anwendung von wertorientiertem Management her. In Harvard ausgebildete Trainer entwickeln anhand von Orginalunterlagen des Konzepts zunächst Grundlagen der damit verbundenen Techniken, um diese dann auf die Verhandlungspraxis der Teilnehmer anzuwenden und Win-Win-Situationen aus einer Position der Stärke zu schaffen.
Beratung
Das Beratungsangebot des ILD bezieht sich auf den privaten, den öffentlichen und den Non-Profit Sektor. Es identifiziert, ob Führungsblockaden im Management- oder im Leadershipbereich zu finden sind und hilft entsprechend, diese zu überwinden. Wegen der Wichtigkeit von politischen Entwicklungen für die Zielsetzung des ILD liegt ein Schwerpunkt der Beratungstätigkeit in der Politikberatung auf allen Ebenen.
Forschung
Die Forschungsarbeit des ILD hat den Anspruch, theoretische Lösungen für praktische Probleme zu entwickeln und sich nicht mit "komparativer Irrelevanz" zu beschäftigen so wie Umberto Ecco einen Teil der gegenwärtigen Forschung einmal karikiert hat. Das ILD betreibt sowohl Grundlagenforschung zum Thema Leadership als auch Forschung zu allgemein relevanten Fragen. Ein Beispiel für ein Forschungsprojekt des ILD ist die Unterstützung einer Menschenrechtsinitiative, die mit Hilfe des ILD u.a. eine Ringvorlesung im Rahmen des Studium Universale an der Universität Bonn durchführt und eine Buchveröffentlichung herausgebracht hat.
Projektmanagement
Das Projektmanagement ist insofern der wichtigste Bereich des ILD, als Training, Beratung und Forschung vor allem dazu dienen sollen, Leadership in internen und externen Projekten zu entwickeln. Das ILD führt eigene Projekte durch wie z.B. die Simulation einer globalen Demokratie im Internet (www.world-parliament.org), es hilft aber auch bei der Durchführung von externen Projekten. So besteht beispielsweise ein Kooperationsvertrag mit der Universität Bonn, der u.a. beinhaltet durch entsprechende praxisorientierte Lehrveranstaltungen die Führungskräfteausbildung in Deutschland zu verbessern.
In allen vier Bereichen ist es das Ziel des ILD, sowohl den Leistungs- als auch den Moralaspekt von Leadership zu fördern. Dabei geht es einerseits darum, interessanten Projekten mit Umsetzungsschwierigkeiten dabei zu helfen, diese zu überwinden und anderseits darum, besonders befähigten Menschen eine sinnvolle Anwendungsmöglichkeit für ihre Potentiale zu bieten. Friedrich Schiller hat diesen Zusammenhang klassisch in einem Vierzeiler beschrieben, der deshalb auch das Motto des ILD darstellt:
Nur zwei Tugenden gibt´s
O wären sie immer vereinigt
Immer die Güte auch groß
Immer die Größe auch gut.